Der Förderkreis unserer Schule

Der Förderkreis – eine wichtige Institution unserer Schule

Die Freie Schule Erlbach im Holzland wurde im September 2018 gegründet.

Schwerpunkt der Pädagogik ist die Waldorfpädagogik, daher trägt die Schule den Untertitel „Schule in der Erziehungskunst Rudolf Steiners“. Diese Pädagogik bedient sich dem Menschenbild, das der Mensch ein körperliches, seelisches und geistiges Wesen ist. Der Lehrplan basiert auf den Erkenntnissen und dem Wissen um die essentiellen Entwicklungsschritte des Kindes.

Begeisterung und die unbedingte Notwendigkeit, jedes Kind da abzuholen, wo es sich befindet, ersetzen pädagogische Maßnahmen wie Druck, Beurteilung von Leistungen bzw. Leistungskontrollen insbesondere in der Unterstufe (siehe auch pädagogisches Konzept auf unserer Homepage).

In jeder Schule gibt uns ein Teil der Kinder Fragen auf: sie haben eine andere Lerngeschwindigkeit wie die anderen Kinder oder ihr Verhalten zeigt sich unverhältnismäßig, bereitet Sorgen. So gibt es Kinder, die Mühe haben mit Rechnen oder Schreiben/Lesen lernen, andere haben Mühe sich zu konzentrieren, andere sind einfach nur wild, stören oder lenken die anderen Kinder ab.

In solch einem Fall wendet sich die Klassenlehrerin an den Förderkreis und bittet um Mithilfe. Die erste Frage, die wir uns stellen, lautet: was geschieht mit diesem Kind? Warum verhält es sich so? War dieses Verhalten schon immer so oder ist es neu? Wie ist die Situation zu Hause?

Inwieweit benötigt dieses Kind Hilfe? Gibt es eine manifeste Störung, die es zu begleiten gilt, wie z.B. eine Lese-Rechtschreibschwäche?

Als erstes wird jemand in der Klasse hospitieren, in der Regel Frau Gößmann-Schmitt, Frau Christina Rosner oder ich, damit wir uns persönlich einen Eindruck verschaffen können. Im Anschluss wird das Kind im Förderkreisteam gemeinsam mit der Klassenlehrerin besprochen und schließlich werden die Eltern mit einbezogen. Dann entscheiden wir das weitere Vorgehen.

Wenn wir eine krankhafte Situation vermuten, nutzen wir die Zusammenarbeit mit Fachleuten, um dieses Kind abzuklären wie z.B. im SPZ Altötting, im Therapieinstitut Eisenbuch bei Dipl.-Psych. Frau Erika Schäfer oder Kunsttherapeutin und HP für Psychotherapie Frau Marjam Gößmann-Schmitt in Erlbach oder bei Frau Christina Rosner, analytische Kinder- und Jugendpsychotherapeutin, Eggenfelden oder bei mir.

Für eine weitere ambulante therapeutische Begleitung stehen uns Ergotherapeutinnen und Logopädinnen zur Seite, die die Kinder teilweise auch in der Schule begleiten können.

Der therapeutische Erfolg in der Begleitung des Kindes ist wesentlich geprägt durch eine gute Zusammenarbeit zwischen Lehrern, Eltern und Therapeuten, die wie einen schützenden Kreis um das Kind bilden.

Gelingt es, dass alle Beteiligten die seelische Not des Kindes wie oben beschrieben zur Kenntnis und ernst nehmen, desto besser und eindrücklicher kann sich der therapeutische Prozess erfolgreich gestalten, so schwer die Ausgangssituation sich auch darstellt.

Erlbach, im März 2021

Dr. med. Michael Seefried – Kinderarzt und Allgemeinmediziner, Schularzt
Kinderarztpraxis Eisenbuch, 84567 Erlbach im Holzland
Tel.: 08670 98534877