Ein Gedicht über unsere Freie Schule

Unser Dorfbäcker Franz Riedelsheimer ist ein wahres Multitalent! Seine Künste gehen weit über die des Brotbackens hinaus. Von ihm stammt zum Beispiel die Idee für das Logo unserer Schule. Jetzt hat er ein Gedicht über Erlbach, die Freie Schule und die Leute verfasst. Vielen lieben Dank für deine Unterstützung lieber Franz!

A wunderbars Deaffe, no bäuerlich, handwerklich geprägt.
Mit an gsund’n Vereinslem, a Kiacha, an Krama, an Becka
und an schena Dorfplatz, mit 2 Wirt - wia ma segt.

Bis unsere Fuaßballa aufgsting han, hod unsan Ort fast koana kennt.
Und in Zukunft wird er a im Zusammenhang mit der „Freien Schule“ g’nennt.

Domois wia heid hama verglicha won mit dem Dorf der Gallia und vom Asterix,
doch ois unbeugsam, schlau, mutig und lustig deafans uns scho schimpfa, des macht uns nix!

Erlbach is da letzte Zipfe vo Oberbayern im Landkreis Altötting, es grenzt an Rottal-Inn
und is in da Gemeindschaft mit Perach und Reischach in da Verwaltung drinn.

Vergessen sand de Streidereien um de oide Schui!
A de meisten Leid iss’s nämlich domois scho won z‘fui.

Erlbach, ois des gleana Nest,
hod koa Chance kappt gega‘n Rest.

Jede G’moa kämpft – wia übaroi,
separat nur um sei Woi!

Und wias hoid nochad kema hod miass’n,
muaß der gloane Ort sei Schui eibiass’n.

Des aus’gehandelte Verwaltungsgebäude war vielleicht guad gmoand,
oba a Schui is uns scho liaba im östlichen Holzland.

Anfangs war’s fast gor ned zum glaum,
in an Dorf wia Erlbach a Freie Schui zum baun!

Doch Dank einiger angagierter Leid,
hama jetz soweit wia heid.

Des Einzugsgebiet is riesen groß
und oiß kommt noch Erlbach,
ja do is wos los!

Do wa ma jetz „mia“, sonst übaroi hint dro,
um an biss’l an Aufschwung sicha froh.

Do is a der Standort ideal,
weil bei uns in Erlbach, do is oiss no a biss’l normal.

Des kenn ma oba ned grod mia in unserer Pfarrei,
sicha, de ganze Region profitiert dabei.

A Grund für de Standortfrage war a de Natur und aufgeschlossene Leid,
De Schüler soin vo dem wos mitgriang und ned grod „pauken“ vo gestern auf heid.

De Kinder wissen heid oft nix ma vo da Natur.
A Kua is lila, s’Essn kimmt vom Supermarkt
und d’Schua bringt da Zealando nur!

A mid da boarischen Sprach und de Bräuch stehts mittlerweile an den Schulen schlecht,
oba bei uns do soins no boarisch re’dn deaffa, a so wia ma mecht.

Den bäuerlichen Dorfkarakter und des handwerkliche Lem,
soiad ma den Kindern dann oba a weida gem.

Des ganze Dorf huift mid, dass de Kinda wos lean‘an,
für’s Lem gerüstet san und aus eana a wos wead dann.

A beträute Wohngemeinschaft, für Ältere griang ma ja a!
Des ergänzt si super, des is ja wunderba.

De Senioren hamd a Aufgab und schaun a a wenig auf de Kinda drauf.
Oid und jung profitieren voneinand und a jeda bliad auf!

Wias dann genau wiad, des woas no koana g‘wieß,
jedenfalls iss a riesen Projekt für de Zukunft
und Investoren gibt’s a scho, a so wias der Zeit is.

Des soid oba koan obhoit’n zum Spend‘n dann glei,
für de guade Sach in unsan Gei!

Zum doa is no fui und a wenig a Startkapital wa scho no recht,
außa dem is d’Muse heid wert und gwieß ned schlecht!

Drumm Leid, dad ma eich bitten, legt’s kräftig ei,
beim Außegeh vo da Kirch dann glei,
de neie Schui - des hoaßt mia olle -
dad ma uns recht sakrisch g’frei !!!